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„Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ von T. J. Klune

von Marie
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Beitragsbild zur Rezension zu "Mr Parnassus' Heim für magisch Begabte" von T. J. Klune

Kennt ihr das? Ihr lest die ersten Kapitel eines neuen Buches und wisst sofort, dass euch dieses Buch begeistern wird? So erging es mir mit Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte. T. J. Klunes Stil hat mich sofort abgeholt und in diese magisch-liebevolle Geschichte hineingezogen.

Ein einsamer Mann

Der 40jährige Linus ist ein einsamer Mann. Er lebt alleine mit einer Katze, die ihn nicht besonders mag, und tanzt abends im Schlafanzug zu alten Liebesliedern (was ich absolut entzückend finde). Die Musik kommt von Schallplatten, was Linus als einzig akzeptabel für Lieder von Buddy Holly oder den Everly Brothers empfindet.

Wenn er nicht in seinem winzigen Haus tanzt, arbeitet Linus für eine Sonderabteilung des Jugendamtes, wo er sich um die Belange von magisch begabten Kindern kümmert. Er besucht die Heime, in denen die Kinder untergebracht sind und schreibt einen Bericht darüber. Er ist gewissenhaft, hält sich streng an die Vorgaben seines Amtes und glaubt, dass er zum Wohle der Kinder arbeitet. Mitgefühl lässt er allerdings nicht zu.

Parnassus‘ Haus am Meer

Eines Tages bekommt Linus den Auftrag, das Heim eines mysteriösen Mr. Parnassus zu überprüfen. Und obwohl Linus auch sonst mit besonderen Kindern zu tun hat, konnte ihn nichts darauf vorbereiten, was er auf der Insel im blauen Ozean vorfindet.

Jeder von uns lebt in seiner eigenen kleinen Blase, und auch wenn die Welt ein geheimnisvoller, schrankenloser Ort ist, schottet unsere Blase uns dagegen ab.

Seite 331

Schon das Haus, das auf einer Klippe hoch über dem Meer thront, ist anders als alles, was Linus je gesehen hat und passt hervorragend zu seinen Bewohnern. Unter der Obhut von Arthur Parnassus leben hier nämlich Kinder, die so außergewöhnlich sind, dass das Ministerium sie weit weg wissen will. Zu diesen Kindern gehören u. a. Lucy, Sohn des Teufels, eine bärtige Gnomin namens Talia und Lindwurm Theodore.

All meine Liebe für die Charaktere

Spätestens bei Linus Ankunft auf der Insel und der Begegnung mit den ersten Kindern hat mich Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte verzaubert. T. J. Klune hat sehr viel Liebe in die Erschaffung seiner Charaktere gesteckt. Besonders die Kinder sind bezaubernd – auch Lucy, der eigentlich Lucifer (!) heißt und stets mit Tod und Verderben droht. Ich bin keine, die bei jedem kleinen Kind in Verzückung gerät, aber Klunes Kinder haben mir augenblicklich das Herz gestohlen. Ob Sal, der sich in bedrohlichen Momenten in einen kleinen Hund verwandelt, oder Phee, die Pflanzen und Bäume wachsen lassen kann. Die Kinder sind entzückend.

Wohlfühlgeschichte mit Humor

Entzückend ist auch die Geschichte. Eine kuschelige Wohlfühlgeschichte, die mich komplett für sich eingenommen hat und wie eine Decke eingehüllt hat. Wer Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte liest, wird glücklich. Linus macht ebenfalls die Erfahrung, dass ihn der Aufenthalt auf der Insel glücklich macht. Die Kinder, aber auch Arthur, in den er sich immer mehr verliebt, verändern ihn. Er beginnt, seine Arbeit und seinen Arbeitgeber zu hinterfragen. Linus wird zu einem liebenswerten Mann, den sogar seine Katze plötzlich mag.

Was die Geschichte außerdem lesenswert macht, ist der wunderbare Humor, der immer wieder aufkommt. Die Kinder sind teils sehr schlagfertig und es gab einige Szenen, bei denen ich vor mich hin gekichert habe. T. J. Klune hat hier genau die richtige Mischung aus humorvollen und berührenden Szenen geschaffen.

Manchmal, so überlegte er dort in dem Haus am himmelblauen Meer, bekommt man die Möglichkeit, sich für das Leben zu entscheiden, das man haben will. Und wenn man richtig viel Glück hat, entscheidet sich dieses Leben ebenfalls dafür.

Seite 473

Fazit

Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte von T. J. Klune ist ein absolutes Wohlfühlbuch, das alle Emotionen anspricht und mit seinen hervorragend gezeichneten und individuellen Charakteren punktet. Ich möchte dem Heim für magisch Begabte sofort einen Besuch abstatten.


Auf der Verlagsseite findet ihr weitere Infos zum Buch.

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