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„Frost“ von Ragnar Jónasson

von Marie
Veröffentlicht: Letztes Update 54 Aufrufe
Beitragsbild zu "Frost" von Ragnar Jónasson

Im März 2021 hat mich Dunkel von Ragnar Jónasson komplett begeistert. Die am Ende beginnende Geschichte um die Kommissarin Hulda war unglaublich spannend und mitreißend. Auch die Folgebände Insel und Nebel fand ich großartig. Deshalb war meine Freude groß, als ich erfahren habe, dass Ragnar Jónasson mit Frost ein weiteres Buch im Hulda-Universum geschrieben hat.

Zurück in Reykjavik

Im Mittelpunkt steht diesmal Helgi, für den Hulda einst ihren Schreibtisch räumen musste. Der junge Mann schreibt an seiner Abschlussarbeit in Kriminologie und hat sich dafür zwei lang zurückliegende Mordfälle in einem alten Sanatorium herausgesucht. Die Idee, dass ein Polizist, dessen Wege Hulda in Dunkel bereits gekreuzt hat, nun im Zentrum des Geschehens steht, gefiel mir sehr gut. Sie ist aber wirklich nur eine Randfigur, trotzdem habe ich mich gefreut, als Hulda kurz auftauchte.

Trotz verschiedener Blickwinkel nur mäßig spannend

Aus verschiedenen Blickwinkeln – meist aus Helgis Sicht – wird die Geschichte mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit erzählt. Helgi wird immer weiter in die Ermittlungen hineingezogen und er fragt sich: Was ist 1983 wirklich in dem Tuberkulose-Sanatorium passiert?

Insgesamt finde ich Frost gut erzählt, auch, weil ich Geschichten, die immer wieder in die Vergangenheit abdriften, sehr mag. Allerdings würde ich das Buch nicht als Thriller titulieren, da es mir an Nervenkitzel mangelte. Die Morde finden nur im Off statt (was mich jedoch nicht besonders stört, da ich ungern blutige Details lese) und auch die Auflösung erschien mir letztlich etwas unspektakulär. Der fehlende Nervenkitzel lag womöglich daran, dass ich keine Figur sonderlich sympathisch fand. Leider auch Helgi nicht, der nunmal im Mittelpunkt steht. Und wenn man mit keiner Figur mitfiebert, wo bleibt da die Spannung?

Mich würde interessieren, wie Menschen, die die Hulda-Reihe nicht gelesen haben, Frost sehen. Schreibt mir gern einen Kommentar dazu – und natürlich auch, wenn ihr die Bücher bereits kennt.

Noch ein Wort zum Cover: Das ist erneut sensationell und passt hervorragend zu der Hulda-Trilogie.

Fazit

Frost ist eine gut erzählte Geschichte, der es aber leider an Nervenkitzel mangelt. Zudem haben es mir die wenig sympathischen Charaktere schwer gemacht, mit ihnen mitzufiebern. Insgesamt ist Frost leider nicht so gelungen, wie die großartige Hulda-Reihe.


Herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Auf der Verlagsseite findet ihr weitere Infos zum Buch.

2 Kommentare

Zeilentänzerin 9. Februar 2022 - 11:41

Hallo Marie, von dem Autoren lese ich viel und oft. Da ich selbst nicht so der Krimi/Thriller-Leser bin, kenne ich keines seiner Bücher genauer. Ich kann dein Fazit hier aber nachvollziehen, denn Bücher, in denen die Charaktere nicht überzeugen, sind keine, die mir im Gedächtnis bleiben oder mich fesseln. Zudem sollte ein Thriller unbedingt Nervenkitzel versprechen, schade, dass das hier zu fehlen scheint.

Liebe Grüße,
Zeilentänzerin

Antworte
Marie 17. Februar 2022 - 12:02

Hallo liebe Zeilentänzerin,
ich bin auch nicht sooo die Krimi-Leserin, das Buch muss dann schon etwas Besonderes sein. Nach der großartigen Hulda-Reihe hatte ich wohl zu hohe Erwartungen. 🤨
Liebe Grüße
Marie

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