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„Es war einmal in Hollywood“ von Quentin Tarantino

von Marie
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Beitragsbild zu Es war einmal in Hollywood von Quentin Tarantino

Viele Jahre lang war ich ein großer Fan von Quentin Tarantino. Das war auch während der Phase, in der ich sehr viele Horrorfilme gesehen habe: Literweise Blut, fliegende Körperteile, Jason, Freddy oder Michael – ich war dabei. Mittlerweile sehe ich solche Filme nicht mehr. Auch meine Begeisterung für Tarantino hat sich abgeschwächt. Dennoch habe ich 2020 Once Upon A Time … in Hollywood gesehen, da mich Inhaltsangabe und Cast angesprochen haben. Tatsächlich hat mir der Film sehr gut gefallen, das übliche Tarantino-Schlachtefest blieb (fast) aus, im Vordergrund stand ein großartiger Cast mit tollen Dialogen.

Meine Freude über die Ankündigung von Kiepenheuer & Witsch, dass sie mit Es war einmal in Hollywood den ersten Roman von Quentin Tarantino veröffentlichten, der eine „frische, spielerische, aber auch aufregende Abkehr von der Filmfassung“ (Klappentext) sein sollte, war deshalb groß. Ich fand gut, dass es nicht die gleiche Geschichte wie im Film sein sollte. Den Twist des Films kannte ich ja bereits.

Viel Gerede, nichts dahinter

Ihr kennt ja den Spruch: Vorfreude ist die größte Freude. Das kann ich in Bezug auf Es war einmal in Hollywood nur unterstreichen. Der Roman hat mich maßlos enttäuscht. Seiten-/kapitellang wird nur geredet und geredet und das auch noch in einer sehr einfachen Sprache. Obwohl ich ein großer Filmfan bin, haben mich die vielen Erinnerungen an frühere Filmären leider nur gelangweilt. Was in einem Tarantino-Film schnell erzählt ist und dort auch Spaß macht, zieht sich im Buch wie Kaugummi.

Ein wenig spannender wird es, wenn Charles Manson und seine Family auftauchen. Hier zieht das Tempo ein wenig an. Allerdings nur kurz, dann plätschert die Geschichte wieder monoton vor sich hin. Ich habe viele Seiten quer gelesen, weil ich ansonsten wohl eingeschlafen wäre. Das „frische und spielerische“ war nicht zu sehen. Einige Szenen kannte ich aus dem Film, andere waren neu. Das Neue hat dem Buch aber nicht wirklich gut getan. Sehr schade, ich hatte mir doch einiges von Es war einmal in Hollywood erhofft.

Fazit

Es war einmal in Hollywood hat mich sehr enttäuscht. Die meisten Seiten bestehen aus ödem Geschwafel, bei dem ich beinahe eingeschlafen bin. Quentin Tarantinos Film ist tatsächlich um Längen besser.


Auf der Verlagsseite findet ihr weitere Infos zum Buch.

2 Kommentare

Zeilentänzerin 16. März 2022 - 14:52

Hallo Marie, ich war nie ein großer Freund von Tarantino-Filmen, weswegen ich das Buch wahrscheinlich nie gelesen hätte. In deinem Fall aber, wenn man – zumindest früher – ein Fan seiner Filme war, die ja durchaus Cleverness und Geschick offenbarten, ist es doch erstaunlich, wie sehr sein Buch dann enttäuschen kann. Insbesondere die einfache Sprache hätte mich wohl auch sehr gestört. Ich habe deine Rezi sehr gern gelesen, auch oder gerade weil ich es so spannend finde, wenn die Themen hin und wieder konträr zu meinen bevorzugten Genres sind. Danke dir!

Liebe Grüße,
Zeilentänzerin

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Marie 21. März 2022 - 10:59

Liebe Zeilentänzerin,
ja, ich war auch überrascht und vielleicht deshalb besonders enttäuscht.
Danke für deinen Kommentar. :)
Marie

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