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„Klytämnestra“ von Costanza Casati

von Marie
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Rezension zu Klytämnestra von Costanza Casati

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Klytämnestra (OT: Clytemnestra) von Costanza Casati
Am 15.11.2023 im Goldmann Verlag erschienen.
Aus dem Englischen übersetzt von Sibylle Schmidt.
ISBN: 978-3-442-31699-1 / 560 Seiten

Ab und zu tauche ich sehr gerne in mythologische Welten ab. Ob nun in Form eines Sachbuches oder eines Romans, gerne auch Nacherzählungen bekannter Geschichten. So hat mich z. B. Ich bin Circe von Madeline Miller sehr begeistert. Als ich sah, dass Klytämnestra von Constanza Casati mit dem Verweis auf genau dieses Buch beworben wird, war meine Neugierde natürlich geweckt.

Klytämnestra – worum geht es?

Klytämnestra: Tochter des mächtigen Königs von Sparta, Schwester der schönen Helena, verheiratet mit dem berühmten Helden Agamemnon – und von mächtigen Männer angeklagt, eine ruchlose Mörderin zu sein. Doch die wahre Geschichte ist eine andere: misshandelt, missachtet und unterschätzt wird Klytämnestra von ihrem tyrannischen Ehemann gezwungen, die eigene Tochter zu opfern. Voller Wut und Trauer beginnt sie sich zu wehren gegen all jene, die ihr Unrecht tun. Und wird trotz aller Widerstände zu einer starken, unabhängigen Frau und Königin, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt …

Klappentext

Detaillierter Einstieg

Die Autorin nimmt sich viel Zeit, die Figuren und die Welt einzuführen. Wir erfahren von Klytämnestra als Kind, ihrer Beziehung zu ihren Geschwistern und Eltern. Es wird ausgiebig über die Welt erzählt, in der sie aufwächst. Ich habe doch einige Zeit gebraucht, bis ich in einen Lesefluss kam und auch zwischendurch fand ich die Geschichte etwas zu ausschweifend. Dabei ist sie grundsätzlich faszinierend.

Und so beginnt Klytämnestra zu erzählen, und ihre Schwestern hören gespannt zu. Blutvergießen und Tod machen ihnen keine Angst, weil sie Kinder sind. Sie leben in einer Welt der Mythen und Gottheiten und verstehen noch nicht, was Wirklichkeit und was erfunden ist.

Seite 21

Rebellisch, stark und blutig

Costanza Casati beschreibt Klytämnestra als eine Frau, der Unrecht widerfährt und die sich gegen alle Widerstände behauptet. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und realistisch beschrieben. Sie begehrt auf und geht ihren Weg. Das ist teils hart, spannend und meist fesselnd. Mir war es teilweise zu grausam, weswegen ich einige Szenen übersprungen habe. Es wird gepügelt, gemordet und Blut vergossen. Wer mit (teils detalliert beschriebener) Gewalt und Brutalität nicht so gut umgehen kann, sei hiermit also gewarnt.

Das Bloggerpaket zu Klytämnestra von Costanza Casati
Das Bloggerpaket zu Klytämnestra

Insgesamt hat mich Klytämnestra nicht ganz so begeistert wie erhofft. Das liegt aber nicht an dem über weite Teile fesselnd geschriebenen Roman, sondern an meinem Geschmack, der sich weg von gewalttätigen Geschichten entwickelt hat. Wer Geschichten über starke Frauen und Nacherzählungen griechischer Mythologie mag, sollte hier auf jeden Fall einen Blick wagen.

Fazit

Klytämnestra ist eine über weite Teile fesselnd geschriebene Geschichte über eine starke Frau. Costanza Casati beschreibt den Weg dieser eindrucksvollen Persönlichkeit mit eindringlichen und oft grausamen Bildern. Für Fans von modernen Mythologie-Nacherzählungen.

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2 Kommentare

BuchBesessen 3. Dezember 2023 - 15:25

Danke für die Warnung – ich bin da auch kein Fan und froh, wenn solche Szenen vorüber sind. Bei zu vielen verliere ich dann echt die Freude am Buch.

Antworte
Marie 4. Dezember 2023 - 10:55

Das kann ich gut nachvollziehen. Für mich reicht es auch, wenn es angedeutet wird.

Antworte

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