Startseite RezensionenRomane „Die Katze, die von Büchern träumte“ von Sosuke Natsukawa

„Die Katze, die von Büchern träumte“ von Sosuke Natsukawa

von Marie
55 Aufrufe
Rezension zu Die Katze, die von Büchern träumte von Sosuke Natsukawa

Natürlich ist mir bei Die Katze, die von Büchern träumte als erstes dieses tolle Cover ins Auge gesprungen. Doch dann habe ich den Klappentext gelesen und mir war klar, dass ich das Buch von Sosuke Natsukawa auch unabhängig von diesem tollen Cover unbedingt lesen möchte. Eine gute Entscheidung.

Worum geht’s?

Damit fing es an: Großvater war nicht mehr da.

Seite 5

Rintarõ ist bei seinem Großvater und in dessen kleinem Antiquariat aufgewachsen. Doch nun ist der Großvater tot und der stille Junge zieht sich immer weiter in sich zurück. Plötzlich taucht eine sprechende Katze in dem Buchladen auf. Ihr Anliegen: Die Rettung der Bücher.

Auf ins Abenteuer

Das klingt nach einem Märchen, nicht wahr? Und märchenhafte Züge hat das Buch tatsächlich. Rintarõ ist zunächst nicht begeistert von der Katze, die sich ihm aufdrängt und auch noch freche Sprüche von sich gibt.

Auf unerklärliche Weise erinnerte ihn der Kater in seiner Gelassenheit an seinen geliebten Opa. Nur, dass sein Großvater nicht so geschwätzig gewesen war.

Seite 21

Die Katze fordert, dass Rintarõ sie in ein Labyrinth begleitet, an dessen Ende sich ein Gegner befindet, der „Bücher gefangen hält.“ Tatsächlich wagt Rintarõ den Gang aus seiner Komfortzone. Die Liebe zu den Büchern, aber anfangs auch der Gedanke, dass es egal ist, ob er wieder nach Hause zurückkehrt, treiben ihn an. Schnell wird ihm klar, dass die Bücher tatsächlich gerettet werden müssen.

Der Junge und die Katze begeben sich in eine Parallelwelt, in der es den Büchern nicht immer gut ergeht. Sie werden auseinandergerissen, gekürzt, aus dem Fenster geschmissen.

Rintarõ begriff nicht so recht, was es mit der Leseeffizienz auf sich hatte. Aber er wusste sehr wohl, dass schnelles Lesen von Zusammenfassungen den Büchern ihre Seele raubte.

Seite 84

Deutlich spürbar ist Sosuke Natsukawas Leidenschaft für Bücher und fürs Lesen. Und so liefert sein Buch auch viele schöne, poetische Zitate.

Sein Herz für Mitmenschen zu öffnen, ist meiner Meinung nach das, was die Macht von Büchern ausmacht. Eine Kraft, die viele Menschen inspiriert und anspornt.

Seite 173

Ein Junge wächst über sich hinaus

Im Laufe der knapp 200 Seiten wird aber auch klar, dass es in Die Katze, die von Büchern träumte nicht nur um die Rettung von Büchern geht, sondern auch um die Rettung des Jungen. Rintarõ wird mit jeder Mission stärker, setzt sich für sich, aber auch für andere ein. Er traut sich, frei zu sprechen, und für das, was ihm wichtig ist, einzustehen.

Sosuke Natsukawa erschafft mit schönen Worten eine spannende und liebevolle Coming-of-Age-Geschichte. Am Ende geht Rintarõ gefestigt aus den Abenteuern und ist bereit, das Leben ohne seinen Großvater zu meistern.

Für Winterabende

Wie bereits erwähnt, kann Die Katze, die von Büchern träumte auch als Märchen gelesen werden. Vielleicht wird euch während des Lesens Charles Dickens Weihnachtsgeschichte in den Sinn kommen? Mir erging es zumindest so. Und so passt Sosuke Natsukawas Buch hervorragend in die Winter- und Weihnachtszeit.

Fazit

Die Katze, die von Büchern träumte ist ein zauberhaftes Märchen und eine liebevoll erzählte Coming-of-Age-Geschichte. Sosuke Natsukawas Buch ist perfekt für einen langen Winterabend. Eine Empfehlung, nicht nur für Buchliebhaber.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal von Penguin Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

Die Katze, die von Büchern träumte (OT: Hon O Mamoroutosuru Neko No Hanashi) von Sosuke Natsukawa.
Am 02.11.2022 im C. Bertelsmann Verlag erschienen.
Aus dem Japanischen übersetzt von Sabine Mangold.
ISBN: 978-3-570-10436-1 / 192 Seiten
Bewertung: 4,5/5

Ich freue mich über deinen Kommentar

* Mit dem Senden des Formulars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.

Dir gefällt vielleicht auch...